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Donnerstag, 7. Juni 2012

Wieder in der Heimat !!!


Den ganzen Flug lang bin ich nervös auf dem engen Sessel hin und her gerutscht. 24 Stunden später und einen Zwischenstopp in Abu Dhabi sind wir endlich in München gelandet. GIBT ES DAS ICH BIN WIEDER IN MÜNCHEN!! Und das nicht alleine! Meine Eltern und Freunde haben uns schon am Flughafer erwartet. Da hat der kleine Temperaturunterschied von 64°C auch nichts mehr ausgemacht (obwohl ich noch sommerlich- frisch gekleidet war)
Die Wiedersehensfreude war gigantisch und überwältigend. Die nächsten Tage vergingen wie im Fluge, noch gar nicht wirklich verstanden, dass ich jetzt wieder in Deutschland bin. Hier mit jemanden treffen- dort quatschen- hier erzählen.
Es dauerte rund 3 Wochen bis ich wirklich zu Ruhe gekommen bin und Zeit für mich gefunden hatte.

Mein ganzer Auslandsaufenthalt ist genau das geworden, was ich mir erhofft habe. Ich habe es durchgezogen mit allen Höhen und Tiefen die ins diesen Monaten hatte.  Das meiste ungeplante war natürlich, dass ich nicht alleine nach Hause gekommen bin. Ich hätte das wirklich niemals gedacht und muss heute noch darüber schmunzeln. Auch hat das alles wunderbar mit meinem Praktikum funktioniert- sowohl auf der Farm als auch bei AgResearch. Es haben sich Türen für mich geöffnet, da hätte ich im Traum nicht dran gedacht.
Sogar die manchmal verzwickte Situation mit Kayleigh hat mich wachsen lassen. „Stiefmama in Neuseeland“, so etwas kann man nicht planen.
Mein Auslandsaufenthalt war eine Bereicherung für mein ganzes Leben. Ich bin über meine Grenzen gewachsen bin, habe neue Stärken und Schwächen festgestellt und habe den Mann meines Lebens gefunden.

Bangkok 21.01- 02.02.2012

Die Tage in Kambodscha waren gezählt und wir fuhren zurück nach Bangkok. Immerhin hatten wir nur noch ein paar Tage bis der Heimflug nach Deutschland ging.
Das Pflaster in Bangkok ist wirklich was ganz besonderes. Hier ein paar Begriffe die es ein bisschen beschreiben: bunt, laut, stinkend, absurd, dreckig, billig, Chang Bier, Tuk tuks, Whanna bye Lady, Anzüge, Essensstände, Kakerlaken, Smog, Hangover, Skytowers, ping-pong Show, Froglady, Khaosan Road, Menschenmassen, Atemschutz usw.
Unsere Unterkunft war direkt im Herzen, jedoch weit genug entfernt um den täglichen Rummel ein wenig zu entgehen. Obwohl sich das jetzt komisch anhört, wussten wir nicht so wirklich was mit uns anzufangen. Nach ein paar Tagen, hatten wir jede Touristenattraktion in der Umgebung abgeklappert und jeden Essenstand ausprobiert.

Mittlerweile konnte ich es gar nicht mehr abwarten, nach 1,6 Jahren in meine Heimat zurückzukehren. Familie, Freunde und die ganzen schönen Dinge, die ich zurückgelassen habe…. Es war zum Greifen nahe. Eigentlich war es ganz gut, etwas mehr Zeit in Bangkok zu verbringen, dass gab mir die Möglichkeit, darüber nachzudenken bzw. realisieren, dass es jetzt „schon“ wieder nach Hause geht. Es kommt mir so kurz vor und gleichzeitig so lange. So viele Dinge sind dazwischen passiert, die ich mir nie hätte ausdenken können.

Am 02. Februar ging der Flieger……

Ash und ich in einem Tuk Tuk
Einkaufsstaße
Yammy Yammy Ente!! Schaut eklig aus- schmeckt aber köstlich
Khoa San Road bei Nacht
Typischer Essenstand auf Rädern: Pad thai

Anderes Land- andere Sitten ! Kambodscha


Nach einer Woche Ko Tao nahmen wir die Fähre über auf das Thailändische Festland. Von dort ging es weiter mit dem Bus nach Bangkok und dann weiter über die Grenze nach Kambodscha. Das dauerte rund 2 Tage. An der Grenze wird man erst einmal kräftig verarscht und jeder versucht dir ein Visum überteuert anzudrehen. Also wenn sich jemand entscheidet über das Land nach Kambodscha einzureisen- Visum erst direkt an der Grenze!
Letztendlich haben wir es doch noch geschafft und haben unser Visum bekommen. Wir fuhren nach Siem Reap eine der Touristenhauptziele in Kambodscha. Leider ging es Ash überhaupt nicht gut und er lag ein paar Tage absolut flach. Irgendetwas hat er gegessen, was ihm auf den Magen geschlagen hat. Man kann auch nicht rausgehen, weil es so was von heiß ist, dass es fast unerträglich ist nur eine Fuß durch die Türe zu setzen. Somit waren wir bestimmt 4 Tage im Hotelzimmer gesessen und haben  wilde Tierdokumentationen im Fernseher angeschaut. :)
Grundfuttermittel: Müll

Ausblick von einem der höchsten Türme in Ankor Wat





Büffel beim Schlammbaden im abgeernteten Reisfeld



Sonnenaufgang üüber Ankor Wat

Nach erfolgreicher Genesung haben wir es doch noch geschafft, um uns das Highlight Kambodschas anzusehen- The Temples of Angkor Wat.
Def. Angkor War:  Eine Region nahe der Stadt Siem Reap in Kambodscha, die vom 9. bis zum 15. Jahrhundert das Zentrum des historischen Khmer-Königreiches Kambuja bildete.
Weltbekannt wurde Angkor durch die noch heute sichtbaren Zeugnisse der Baukunst der Khmer in Form einzigartiger Tempelanlagen - allen voran durch den Angkor Wat, den größten Tempelkomplex der Welt.
Auf einer Gesamtfläche von mehr als 200 km² wurden nacheinander mehrere Hauptstädte und in deren Zentrum jeweils ein großer Haupttempel errichtet. Bis heute wurden bereits mehr als 1000 Tempel und Heiligtümer unterschiedlicher Größe entdeckt. Es gibt Vermutungen, dass im Großraum von Angkor am Höhepunkt des historischen Königreiches bis zu einer Million Menschen auf etwa 1000 km² gelebt haben könnten.
Wir nahmen uns einen Dreitagespass um die riesige Anlage zu inspizieren. Am ersten Tag waren wir so „tight“ und mieteten Fahrräder. Das war ein Fehler- nach rund 5 Kilometern hatte ich schon keine Lust mehr. Als dann noch die Sonne aufging, um uns zusammenzubrutzeln, war es nur noch eine Quälerei. Nichts desto trotz war es total beeindruckend diesen riesigen Tempel anzusehen. Wie die damals diese ganzen riesigen Steine transportiert haben bzw. so weit nach oben geschleppt haben.  So wirklich weiß man gar nicht so man hinschauen soll- weil hinter jedem Busch und Ecke wieder ein neuer. auftaucht. Die Atmosphäre ist toll, auch wenn 5000 Besucher rumwuseln. Wenn man lange genug sucht, findet man sogar Plätzchen, wo man denken könnte, dass du die erste Person bist, die da jemals einen Fuß hineingesetzt hat.

Die beiden darauffolgenden Tage, waren wir ein schlauer und mieteten uns ein Tucktuck mit Fahrer, welches uns den ganzen lieben langen Tag lang rumkutschiert (20US$). Das war schon VIEL angenehmer, sich zurückzulehnen den Fahrtwind zu spüren und dabei diesen tollen Ausblicke genießen. Wir unternahmen  sogar einen Abstecher in das „ Floating village“. Diese Dörfchen muss man mal gesehen haben- Es besteht nur aus Booten die sich entlang des Tonle Sap Lake.
Wobei die Hausboote dann weiterziehen, wenn in der Trockenzeit der Wasserpegel sinkt. Die Leute leben hier vom Fischfang. Der Fluss mündet in den See, der dann zur Hauptanlegestelle wird.
Auf dieser Wasserstraße gibt es wirklich alle- Einkaufmöglichkeiten, Polizei, „Arzt“, Korkodilfarm, Werkstädte, Touristenläden, usw. Gebettelt wir wirklich überall und dass ist ziemlich anstrengend, weil die Händler einen an jeder Ecke gleich anquatschen. Und die ganzen bettelnden Kinder und Invaliden und bettelnde Mütter mit Kindern... Mein Gott, es gibt schon viel Armut in diesem Land. Aber man kann nicht allen etwas geben. Es sind einfach zu viele. Die Kinder sind manchmal so dreckig, dass ich sie am liebsten alle in die Badewanne gesteckt hätte. Und zum Teil sind die Leute auch sehr aufdringlich. Das macht alles noch etwas schwieriger. Das dreiseste was wir erlebt haben war in Siem Reap, als wir gemütlich durch die Straßen geschlendert sind. Da laufen Kinder auf dich zu, vielleicht 3-4 Jahre mit einem Neugeborenen auf den Arm und fragen dich nach Babymilchpulver für das kleine. Was macht der Europäer- geht in den Supermarkt und kauft eine Dose Pulver und gibt es den Kindern. Kaum hast du dich umgedreht- stehen die im Supermarkt und verkaufen das gerade von dir verkaufte Pulver wieder zurück an den Supermarkt und sacken das Geld ein…. Richtig organisiert Banden, die ihre Kinder losschicken, um Kohle zu machen. Und das ganz schön gut! So eine Milchpulver bringt um die 10US$, was einem 2 Wochenlohn einer Frau entspricht.

In Kambodscha kann man wirklich alles mit Geld kaufen! 
Lebensraum am Flussufer
Wohnzimmer, Badezimmer,Küche, Schlafzimmer, Spielplatz.. alles auf ein paar Metern
Eine andere Bettelmethode ( das Maul der Schlange ist zugenäht!)


Donnerstag, 19. April 2012

Das Taucherparadis Ko Tao

Eine Woche Ko Phanang ist ausreichend um alle Dinge zu sehen. Weiter ging´s wieder mit der Fähre – wieder in den Norden. Ko Tao war das nächste Zwischenziel. Das ist die kleinste der drei Touri-Inseln und liegt 45 km nördlich Ko Phanang.

Der Name Ko Tao bedeutet Schildkröteninsel und stammt aus einer Zeit, als das Meer um die Insel noch von einer großen Anzahl Meeresschildkröten besiedelt war.

Es ist uns schon auf der Fähre aufgefallen, dass das Wasser hier unheimlich klar und „weich“ aussah. Die Uferpromenade war voll mit tollen Bungalows – einer schöner nach dem anderen. Angedockt habe wir mit der Fähre in Mae Hat, welches die Hauptstadt der 21 m² großen Insel darstellt. Wir mieteten uns wieder Roller um eine passende Unterkunft zu suchen. Finden tut man immer etwas- diesmal war es ein bisschen teurerer und wir haben uns im Ko Tao Resort verwöhnen lassen.

Der nächste Tag unternahmen wir eine Schnorchel Tour- einmal rund herum um Ko Tao. Wir waren völlig baff, als wir die einzigen Gäste auf dem Rund 15m langen Boot waren. Super Sache!!! Das Schnorcheln war gigantisch!!! Das Wasser glasklar und eine Artenvielfalt von Meeresbewohnern einfach unbeschreiblich. Mit den knalligsten Farben und Formen haben sich die Fische, Muscheln und Korallen dargestellt. Ein bisschen mulmig wurde es mir dann schon, als ein rund 1,30 m lange Weißspitzen Riff Hai gediegen unter mir entlang schwebte!!!!!

Ein paar Buchten weiter schwammen wir mit tausenden von – ich nenne Sie Zebrafische- getaucht. Die stehen total auf Toastbrot und währen man so vor sich hin schnorchelt schmeißt der Bootsfahrer Unmengen Toastbrot auf dich- Die Fisch fangen echt an die zu attackieren!!! Dann werden auch mal die Finger, Zehen oder sonstige Gliedmaßen (!!!) mit Toastbrot verwechselt!

Auf Ko Nan Yuan verbrachten wir den Nachmittag mit überteuerte Coconut-shakes am Stand schlürfen und auf die Aussichtsplattform hochzuklettern. UND natürlich dem Coconut- Fishing!! Der Ash hat es ja wohl echt zustande gebracht Fische mit zwei Kokosnüssen zu fangen. Von wegen scheue Fischchen- die gehen ab wie Schmitz Katze wenn die Kokosnuss sehen!

Am nächsten Tag mussten wir uns von Bernd und Jeanette verabschieden- für die beiden ging es wieder zurück ins kalte Deutschland. Wir hatten einen tollen gemeinsamen Urlaub. Die Reise ging dann wieder zu zweit für uns weiter, nachdem wir das Weiße Taschentuch am Hafen gewedelt haben.

Einen Abend sahen wir uns eine Show der ganz speziellen Sorte an. Eine Lady-Boy Show! Im kürzesten Röckchen schwangen sich die Mädles nur so um die Stangen.Wir konnten es gar nicht glauben, dass das alles Männer waren. Teilweise sind die so hübsch, elegant und wahnsinnig sexy, dass keiner jemand denken würde, dass da ein Kerl dahinter steckt! Hut ab, tolle Leistung.










Ko Tao ist wirklich ein Paradies- es ist klein und übersichtlich und einfach wunderschön. Mit unserem Roller sind wir nicht wirklich weit gekommen, denn die Straßenverhältnisse sind echt Katastrophe. Nur wo die Touristen sind, sind die Straßen geteert. Auf all den anderen Sandstraßen sind Riesen Schlaglöcher, Auswaschungen und abgebrochene Straßenteile normal. Da kommt man nicht zu weit auf einem Mini Roller kaum irgendwo hin. Wir mieteten uns ein kleines Motorcross bike, das es ein wenig einfach gemacht hat, doch immer noch sehr aufregend war, zudem man auf Ko Tao keinen Helm trägt. Passiert ist zum Glück nichts.