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Sonntag, 21. April 2013

Update




Was haben die letzten Wochen so gebracht? Ich habe jetzt endlich ein Auto gefunden, mit dem ich fleißig rumfahre. Ein etwas ältere Model, aber der hat´s in sich. Einen Nissan Cefiro, 1997 mit rund 200.000 km. Das hört sich ganz schön viel an, aber nach Ash Aussage nicht schlaggebend. Es ist auch alle höchste Zeit geworden, dass ich mobil werde. Das ständige Zuhause sitzen bekommt mir echt nicht gut, besonders wenn ich nichts zu tun habe. Da fällt einem schnell die Decke auf den Kopf.
Am 15. Hab ich wieder das Arbeiten bei AgResearch angefangen, leider nur als „casual Worker“, also nur kleine Hilfsarbeiten. Die nächsten zwei Wochen werden ich im Social Team bleiben. Mal ganz was anderes was ich sonst so bei AgResearch gemacht habe. Im Moment arbeite ich an einem Projekt mit, welches sich um den Mentalen Gesundheitszustand in Bezug auf Stresssituationen im Farmleben bezieht. Super interessant, war die Woche in New Plymouth unterwegs und habe Farmers interviewt. 

Sonst hat sich leider noch nicht viel in der Arbeitswelt getan. Meistens sind es Jobabsagen, oder die schreiben gar nicht zurück. Sau nervig, aber wahrscheinlich bin ich nur ein bisschen ungeduldig. Ich kann es einfach nicht haben, wenn ich nicht weiß was ich ansteuere. Wird scho noch! Muss mich einfach immer beschäftigen. Vor zwei Wochen habe ich meiner alten Gastfamilie auf der Farm geholfen und ich wurde mit leckeren Steaks und home grown vegis bezahlt!

 Dann waren Ash und ich auf einem richtigen 21. Geburtstag. Für die Kiwis ist ja der 21 etwas ganz besonderes. Bruce, das Geburtstagskind, ist der Neffe meiner Gastmom und hat uns noch ganz spontan eingeladen. Der ein oder andere wird sich vielleicht noch an den Post erinnern, wo ich Schafe geschert habe. Auf jeden Fall dort war das. Wie jeder Neuseeländer muss man hier ein Yardi (1,5 l) Glass auf Zeit trinken. Der Abend war echt total schön, weil meine ganze NZ-Family auch da war (die haben in dem tollen Haus s. unten geschlafen) . Der ein oder andere hat ganz schon doof gekuckt, als ich wieder da stand :) Umso mehr war die Wiedersehensfreude!!
Yardi Glass: 1,5 l in 1,5 min: Good on you Bruce!

Ausblick vom Whirlpool



Wer braucht da schon einen Fehrnseher??





Mittwoch, 3. April 2013

Happy Easter

Das lange Osterwochenende stand bevor- ich hab mich tiersich darauf gefreut, was mit Ash zu unternehmen und dem entspechend war das WE auch vollgestopft! Am Karfreitag (Goodfriday) waren wir bei Freunden eingeladen, wo es ein bisschen später wurde. Eigentlich war ja geplant am Samstag früh Fischen zu gehen. Daraus ist leider nix geworden, wir haben es tatsächlich geschafft den ganzen Samstag auf der Couch zu liegen und zu jammern wie schlecht es uns doch geht :) Letztendlich sind wir dann am Sonntag zum Fischen gefahren. Ein Stunde Autofahrt und man ist schon am Stand- super Sache ne! Diesmal ging es aber zur Ostkürste, Whaihi Beach. Und da kommt sofort das Urlaubs-feeling hoch, wenn man am Stand liegt, eine kleines Schläfchen hält und schwimmen geht. Ash hat sein Glück beim Fischen versucht, doch leider wollten diesen blöden Fische einfach net so wie er wollte. Das Fischen an sich ist ja schon ne super Sache. Ich hab da ne ganz andere Definiton vom Fischen als manch anderer:

Fischen= Sich in die Sonne sitzen mit einem guten Buch, was leckeres zum Naschen und dem anderen beim Fischen zuschauen (evtl. den Köder auf den Hacken spießen) und aufgeregt hochspringen wenn etwas gefangen wurde (und in den Augen pulen) :)
Von mir aus können wir jedes Wochenende Fischen gehen!

Am Abend haben wir dann drei Deutsche kennen gelernt, die auf der Durchreise waren. Die gibt wirkich wie Sand am Meer :D Wir hatten einen tollen Abend mit Fish & Chips am Stand. Diesmal aber ohne Bierchen, weil man tatsächlich am Ostersonntag kein Alkohol kaufen kann!!!!!!! jaja stellt euch das mal vor! Sowas würde es NIEMALS in Bayern geben- Anderes Land, andere Sitten.


Komm Fischi fischi

Ausblick von unserem Fisching -spot "called fishing form the rocks


Am Campingplatz: Jetzt hab ihr auf schwarz/weiß, die wollen tatsächlich, dass man Müll in den Fluss wift! :D
Whaihi Beach

Mittwoch, 27. März 2013

Back in Kiwiland


Die letzten Tage in Good ld Germany waren super anstrengen. An dieses Tschüss sagen werde ich mich wohl nie gewöhnen.  Kaum ist man ein Jahr wieder im Heimatland muss man sich von den alten und neuen Freunden wieder verabschieden.  Besonders schwierig ist es natürlich sich von der  Familie zu verabschieden, am liebsten würde ich alle in einen Koffer packen und mitnehmen.... Jetzt ist es schon eine Woche her, dass ich wieder zurück in NZ bin. Ash hat mich natürlich vom Flughafen abgeholt und uns auch gleich schnurstacks ins neue Eigenheim gefahren. Wir wohnen im Herzen Hamiltons in einem schnuckligen 2-Zimmer Haus mit kleinem Garten. Fotos kommen noch. Im Moment bin ich gerade dabei, mein neuen Leben auszuortieren. Die Tage sind vollgestopft mit Haus einrichten, ein passendes Auto finden, Job suchen, Bank Konto einrichten, Freunde besuchen, fürn Master einschreiben usw. Bis zum heutigen Tag hatte ich leider auch kein Internet im Haus und musste ich immer zu der gegenüber liegenden Bib laufen, die kostenloses Internet hat. Unglaublich dass man mittlerweile nichts mehr ohne Internet organisieren kann, besonders wenn um Sachen wie Auto, Job geht.


Letztes Wochenende habe ich das erste mal Kayleigh, Ash Tochter, wiedergesehen.  Oh ich sag es euch, sie ist so ein kleiner Engel. Sie ist immer noch genauso, wie vor einem Jahr nur viel größer und reden kann die- mittlerweile hat sie Vokabeln drauf die ich nicht mal kenne :D Wir waren zusammen am Stand (wo ich mir eine fetzen Sonnenbrand auf meiner Vampierhaut geholt habe), habe gepiknick, gebadet, Standburgen gebaut und Muscheln gesammelt. Das Wochenende ist wie im Fluge vergangen.
Nach Ostern fang ich wieder bei AgResearch das Arbeiten an- diesmal aber als Casual worker. Das spült ein wenig Geld in die Kasse und wir könne endlich einen gscheiden Kühlschrank kaufen. Bei unser jetziger Kühlschrank muss man immer Angst haben, dass er einen nicht entgegenläuft so ekelig ist der. Arbeiten würde ich nur auf Anfrage, aber für den Anfang absolut ausreichend. Pö  a pö wird das alles schon.

Donnerstag, 7. Juni 2012

Wieder in der Heimat !!!


Den ganzen Flug lang bin ich nervös auf dem engen Sessel hin und her gerutscht. 24 Stunden später und einen Zwischenstopp in Abu Dhabi sind wir endlich in München gelandet. GIBT ES DAS ICH BIN WIEDER IN MÜNCHEN!! Und das nicht alleine! Meine Eltern und Freunde haben uns schon am Flughafer erwartet. Da hat der kleine Temperaturunterschied von 64°C auch nichts mehr ausgemacht (obwohl ich noch sommerlich- frisch gekleidet war)
Die Wiedersehensfreude war gigantisch und überwältigend. Die nächsten Tage vergingen wie im Fluge, noch gar nicht wirklich verstanden, dass ich jetzt wieder in Deutschland bin. Hier mit jemanden treffen- dort quatschen- hier erzählen.
Es dauerte rund 3 Wochen bis ich wirklich zu Ruhe gekommen bin und Zeit für mich gefunden hatte.

Mein ganzer Auslandsaufenthalt ist genau das geworden, was ich mir erhofft habe. Ich habe es durchgezogen mit allen Höhen und Tiefen die ins diesen Monaten hatte.  Das meiste ungeplante war natürlich, dass ich nicht alleine nach Hause gekommen bin. Ich hätte das wirklich niemals gedacht und muss heute noch darüber schmunzeln. Auch hat das alles wunderbar mit meinem Praktikum funktioniert- sowohl auf der Farm als auch bei AgResearch. Es haben sich Türen für mich geöffnet, da hätte ich im Traum nicht dran gedacht.
Sogar die manchmal verzwickte Situation mit Kayleigh hat mich wachsen lassen. „Stiefmama in Neuseeland“, so etwas kann man nicht planen.
Mein Auslandsaufenthalt war eine Bereicherung für mein ganzes Leben. Ich bin über meine Grenzen gewachsen bin, habe neue Stärken und Schwächen festgestellt und habe den Mann meines Lebens gefunden.

Bangkok 21.01- 02.02.2012

Die Tage in Kambodscha waren gezählt und wir fuhren zurück nach Bangkok. Immerhin hatten wir nur noch ein paar Tage bis der Heimflug nach Deutschland ging.
Das Pflaster in Bangkok ist wirklich was ganz besonderes. Hier ein paar Begriffe die es ein bisschen beschreiben: bunt, laut, stinkend, absurd, dreckig, billig, Chang Bier, Tuk tuks, Whanna bye Lady, Anzüge, Essensstände, Kakerlaken, Smog, Hangover, Skytowers, ping-pong Show, Froglady, Khaosan Road, Menschenmassen, Atemschutz usw.
Unsere Unterkunft war direkt im Herzen, jedoch weit genug entfernt um den täglichen Rummel ein wenig zu entgehen. Obwohl sich das jetzt komisch anhört, wussten wir nicht so wirklich was mit uns anzufangen. Nach ein paar Tagen, hatten wir jede Touristenattraktion in der Umgebung abgeklappert und jeden Essenstand ausprobiert.

Mittlerweile konnte ich es gar nicht mehr abwarten, nach 1,6 Jahren in meine Heimat zurückzukehren. Familie, Freunde und die ganzen schönen Dinge, die ich zurückgelassen habe…. Es war zum Greifen nahe. Eigentlich war es ganz gut, etwas mehr Zeit in Bangkok zu verbringen, dass gab mir die Möglichkeit, darüber nachzudenken bzw. realisieren, dass es jetzt „schon“ wieder nach Hause geht. Es kommt mir so kurz vor und gleichzeitig so lange. So viele Dinge sind dazwischen passiert, die ich mir nie hätte ausdenken können.

Am 02. Februar ging der Flieger……

Ash und ich in einem Tuk Tuk
Einkaufsstaße
Yammy Yammy Ente!! Schaut eklig aus- schmeckt aber köstlich
Khoa San Road bei Nacht
Typischer Essenstand auf Rädern: Pad thai

Anderes Land- andere Sitten ! Kambodscha


Nach einer Woche Ko Tao nahmen wir die Fähre über auf das Thailändische Festland. Von dort ging es weiter mit dem Bus nach Bangkok und dann weiter über die Grenze nach Kambodscha. Das dauerte rund 2 Tage. An der Grenze wird man erst einmal kräftig verarscht und jeder versucht dir ein Visum überteuert anzudrehen. Also wenn sich jemand entscheidet über das Land nach Kambodscha einzureisen- Visum erst direkt an der Grenze!
Letztendlich haben wir es doch noch geschafft und haben unser Visum bekommen. Wir fuhren nach Siem Reap eine der Touristenhauptziele in Kambodscha. Leider ging es Ash überhaupt nicht gut und er lag ein paar Tage absolut flach. Irgendetwas hat er gegessen, was ihm auf den Magen geschlagen hat. Man kann auch nicht rausgehen, weil es so was von heiß ist, dass es fast unerträglich ist nur eine Fuß durch die Türe zu setzen. Somit waren wir bestimmt 4 Tage im Hotelzimmer gesessen und haben  wilde Tierdokumentationen im Fernseher angeschaut. :)
Grundfuttermittel: Müll

Ausblick von einem der höchsten Türme in Ankor Wat





Büffel beim Schlammbaden im abgeernteten Reisfeld



Sonnenaufgang üüber Ankor Wat

Nach erfolgreicher Genesung haben wir es doch noch geschafft, um uns das Highlight Kambodschas anzusehen- The Temples of Angkor Wat.
Def. Angkor War:  Eine Region nahe der Stadt Siem Reap in Kambodscha, die vom 9. bis zum 15. Jahrhundert das Zentrum des historischen Khmer-Königreiches Kambuja bildete.
Weltbekannt wurde Angkor durch die noch heute sichtbaren Zeugnisse der Baukunst der Khmer in Form einzigartiger Tempelanlagen - allen voran durch den Angkor Wat, den größten Tempelkomplex der Welt.
Auf einer Gesamtfläche von mehr als 200 km² wurden nacheinander mehrere Hauptstädte und in deren Zentrum jeweils ein großer Haupttempel errichtet. Bis heute wurden bereits mehr als 1000 Tempel und Heiligtümer unterschiedlicher Größe entdeckt. Es gibt Vermutungen, dass im Großraum von Angkor am Höhepunkt des historischen Königreiches bis zu einer Million Menschen auf etwa 1000 km² gelebt haben könnten.
Wir nahmen uns einen Dreitagespass um die riesige Anlage zu inspizieren. Am ersten Tag waren wir so „tight“ und mieteten Fahrräder. Das war ein Fehler- nach rund 5 Kilometern hatte ich schon keine Lust mehr. Als dann noch die Sonne aufging, um uns zusammenzubrutzeln, war es nur noch eine Quälerei. Nichts desto trotz war es total beeindruckend diesen riesigen Tempel anzusehen. Wie die damals diese ganzen riesigen Steine transportiert haben bzw. so weit nach oben geschleppt haben.  So wirklich weiß man gar nicht so man hinschauen soll- weil hinter jedem Busch und Ecke wieder ein neuer. auftaucht. Die Atmosphäre ist toll, auch wenn 5000 Besucher rumwuseln. Wenn man lange genug sucht, findet man sogar Plätzchen, wo man denken könnte, dass du die erste Person bist, die da jemals einen Fuß hineingesetzt hat.

Die beiden darauffolgenden Tage, waren wir ein schlauer und mieteten uns ein Tucktuck mit Fahrer, welches uns den ganzen lieben langen Tag lang rumkutschiert (20US$). Das war schon VIEL angenehmer, sich zurückzulehnen den Fahrtwind zu spüren und dabei diesen tollen Ausblicke genießen. Wir unternahmen  sogar einen Abstecher in das „ Floating village“. Diese Dörfchen muss man mal gesehen haben- Es besteht nur aus Booten die sich entlang des Tonle Sap Lake.
Wobei die Hausboote dann weiterziehen, wenn in der Trockenzeit der Wasserpegel sinkt. Die Leute leben hier vom Fischfang. Der Fluss mündet in den See, der dann zur Hauptanlegestelle wird.
Auf dieser Wasserstraße gibt es wirklich alle- Einkaufmöglichkeiten, Polizei, „Arzt“, Korkodilfarm, Werkstädte, Touristenläden, usw. Gebettelt wir wirklich überall und dass ist ziemlich anstrengend, weil die Händler einen an jeder Ecke gleich anquatschen. Und die ganzen bettelnden Kinder und Invaliden und bettelnde Mütter mit Kindern... Mein Gott, es gibt schon viel Armut in diesem Land. Aber man kann nicht allen etwas geben. Es sind einfach zu viele. Die Kinder sind manchmal so dreckig, dass ich sie am liebsten alle in die Badewanne gesteckt hätte. Und zum Teil sind die Leute auch sehr aufdringlich. Das macht alles noch etwas schwieriger. Das dreiseste was wir erlebt haben war in Siem Reap, als wir gemütlich durch die Straßen geschlendert sind. Da laufen Kinder auf dich zu, vielleicht 3-4 Jahre mit einem Neugeborenen auf den Arm und fragen dich nach Babymilchpulver für das kleine. Was macht der Europäer- geht in den Supermarkt und kauft eine Dose Pulver und gibt es den Kindern. Kaum hast du dich umgedreht- stehen die im Supermarkt und verkaufen das gerade von dir verkaufte Pulver wieder zurück an den Supermarkt und sacken das Geld ein…. Richtig organisiert Banden, die ihre Kinder losschicken, um Kohle zu machen. Und das ganz schön gut! So eine Milchpulver bringt um die 10US$, was einem 2 Wochenlohn einer Frau entspricht.

In Kambodscha kann man wirklich alles mit Geld kaufen! 
Lebensraum am Flussufer
Wohnzimmer, Badezimmer,Küche, Schlafzimmer, Spielplatz.. alles auf ein paar Metern
Eine andere Bettelmethode ( das Maul der Schlange ist zugenäht!)